Grünes Licht in Athen

Grünes Licht in Athen

Athen (dapd). Das griechische Parlament will die Vorwürfe um das Staatsdefizit von 2009 untersuchen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstagmorgen mit 168 zu 76 Stimmen einer Prüfung zu, ob die Defizitzahlen von der damaligen sozialistischen Regierung künstlich aufgeblasen wurden.

Entsprechende Vorwürfe hatten zwei ehemalige Mitarbeiter der Statistikbehörde erhoben. Die Sozialisten haben dies zurückgewiesen, stimmten jetzt aber mit der Begründung für die Untersuchung, dass die Anschuldigungen so zerschlagen werden könnten. Dem massiven Defizit von 2009 folgte die Finanzkrise.

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Gewinn bei Hewlett-Packard bricht um 44 Prozent ein

Gewinn bei Hewlett-Packard bricht um 44 Prozent ein

Palo Alto (dapd). Der Gewinn des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard ist in den Monaten November bis Januar um 44 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar (1,11 Milliarden Euro) oder 73 Cent pro Aktie eingebrochen. Im Vorjahr waren es noch 2,6 Milliarden Dollar oder 1,17 Dollar pro Aktie.

Beim Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein leichter Rückgang um sieben Prozent auf 30 Milliarden Dollar (22,7 Milliarden Euro) verbucht, wie das Unternehmen am Mittwoch im kalifornischen Palo Alto mitteilte. Damit lag HP leicht unter den Erwartungen von 30,7 Milliarden Dollar.

Wesentlicher Grund für den Rückgang waren den Angaben zufolge sinkende Nachfrage und ausbleibende Lieferungen wichtiger Teile aufgrund der Überschwemmungen in Thailand. Die drei Monate waren für Hewlett-Packard das erste volle Geschäftsquartal unter Leitung der neuen Vorstandsvorsitzenden Meg Whitman, die im September den deutschen Manager Leo Apotheker an der Unternehmensspitze abgelöst hatte.

Whitman bat nach Bekanntgabe der Zahlen am Donnerstag um Geduld und verwies auch auf interne Probleme wie etwa zu geringe Investitionen über Jahre hinweg, die zu dem Rückgang beigetragen hätten. Der Übergang sei "eine mehrjährige Reise", erklärte sie. Für HP gebe es neue Möglichkeiten beispielsweise im Informationsmanagement oder im so genannten Cloud Computing.

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Kartellamtspräsident rügt Preisanhebungen der Ölkonzerne

Kartellamtspräsident rügt Preisanhebungen der Ölkonzerne

Berlin (dapd). Das Bundeskartellamt hat die jüngsten Anhebungen der Benzinpreise scharf kritisiert. "Der Markt wird von fünf großen Mineralölkonzernen gemeinsam beherrscht, die sich gegenseitig wenig Wettbewerb machen", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Rheinischen Post". In diesem Oligopol seien die Konzerne in der Lage, Preissteigerungen im Großhandel an die Benzinverbraucher weiterzugeben. Das Kartellamt könne zwar keine verbotenen Preisabsprachen nachweisen, die Konzerne seien aber allein durch ihre "Reaktionsverbundenheit" in der Lage, den Preiswettbewerb auszuschalten.

Angesichts der dramatisch gestiegenen Benzinpreise fordern erste Regierungspolitiker, die Autofahrer steuerlich zu entlasten. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Karl Holmeier (CSU), sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Zeit ist reif, um die Entfernungspauschale auf 40 Cent zu erhöhen. Die Finanzierung sollte aus den zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen durch die gestiegenen Benzinpreise erfolgen. Steigt der Spritpreis um zehn Cent, nimmt der Staat 1,9 Cent pro Liter zusätzlicher Mehrwertsteuern ein. Dieses Geld sollten wir den Pendlern zurückgeben."

Auch der Chef der Linkspartei, Klaus Ernst, forderte eine erhöhte Pendlerpauschale von 45 Cent pro Kilometer. "Wir brauchen außerdem für die kommenden Jahre einen Systemwechsel. Die Pauschale muss in ein direkt gezahltes Pendlergeld umgewandelt werden, damit auch Niedrigverdiener profitieren", sagte Ernst der "Rheinischen Post". Ernst berief sich auf Angaben des Statistischen Bundesamtes, wonach der Benzinpreis seit Januar 2004 um knapp 50 Prozent gestiegen ist, die Pendlerpauschale seitdem aber unverändert bei 30 Cent pro Kilometer liegt.

Die Saar-CDU hingegen will den Steueranteil beim Benzin reduzieren. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der "Bild"-Zeitung: "Statt die Pendlerpauschale zu erhöhen, müssen die Benzinsteuern gesenkt werden. Davon profitieren mehr Bürger – auch die Mutter, die ihr Kind zur Kita fahren muss."

Der Verkehrsausschussvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), dagegen findet die Spritpreise für die Autofahrer zu niedrig. "Das Benzin ist offenbar immer noch zu billig. Man muss bei uns für den Kauf eines Liters Benzin kaum länger arbeiten als in den 50er Jahren", sagte Hofreiter der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). Der Rohölpreis werde aber weiter steigen. "Die Gefahr ist deshalb groß, dass Autofahren zum Luxus wird", sagte Hofreiter.

dapd

Drachme plus Euro?

Drachme plus Euro?

Berlin (dapd). Mittelstandspräsident Mario Ohoven fordert eine vorübergehende Doppelwährung für Griechenland. Derzeit solle das Land gleichzeitig sparen und wachsen, die Löhne sollten sinken, aber die Steuereinnahmen steigen. "Das passt nicht zusammen", sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft der Nachrichtenagentur dapd. Die Doppelwährung könne hier helfen.

Das Konzept sieht vor, parallel zum Euro die Drachme als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen und Verträge zwischen Griechen, wie Renten, Mieten und Löhne, auf sie umzustellen. Ins Ausland zielende Verträge blieben in Euro, ebenso Konten oder Schulden, wenn sie beim Finanzministerium angemeldet würden.

Zunächst solle der Wechselkurs für zwei Monate auf eins zu eins fixiert werden, später dürfe die neue Drachme um maximal zwei Prozent pro Monat abwerten, erklärte Ohoven. So lasse sich die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langsam und kontrolliert wieder herstellen, ohne den Schock einer plötzlichen drastischen Abwertung.

dapd

Reisende müssen noch mit Flugausfällen in Frankfurt rechnen

Reisende müssen noch mit Flugausfällen in Frankfurt rechnen

Frankfurt/Main (dapd). Reisende am Frankfurter Flughafen müssen sich auch einen Tag nach dem vorläufigen Streikende der Vorfeldmitarbeiter auf Flugausfälle einstellen. "Die Anzahl der gestrichenen Flüge ist noch relativ groß", sagte Airside Duty Manager Tobias Graszt am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur dapd. Die Reisen seien bereits annulliert worden, bevor das vorläufige Streikende bekannt gegeben worden sei. "Das sind aber die letzten Nachwehen", betonte er. Vermutlich ab Freitag könne der Flughafen wieder den Regelbetrieb aufnehmen.

Die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen hatten ihren Streik am Mittwoch vorerst beigelegt. Nach fünf Tagen nahmen sie mit Beginn der Nachtschicht ihre Arbeit wieder auf. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (Gdf) reagierte damit auf ein neues Gesprächsangebot des Flughafenbetreibers Fraport. Für Donnerstag ist ein erster Dialog über die Löhne der Mitarbeiter geplant.

dapd

Neuer Höchststand

Neuer Höchststand

Hannover (dapd). Der Trend zu befristeten Arbeitsverhältnissen ist ungebrochen. Mit 2,7 Millionen befristet Beschäftigten – einer Million mehr als vor zehn Jahren – ist ein neuer Höchststand erreicht. Nahezu jeder zweite neu abgeschlossene Arbeitsvertrag trage mittlerweile ein Verfallsdatum, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Bezug auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Laut IAB-Betriebspanel waren im ersten Halbjahr 2011 eine Million von insgesamt 2,2 Millionen Neueinstellungen befristet. Fast jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hat mittlerweile keinen Dauerarbeitsplatz mehr; vor zehn Jahren lag der Anteil befristeter Verträge noch bei 6,1 Prozent. Damals waren es 1,7 Millionen, heute sind es 2,7 Millionen Arbeitnehmer.

dapd

Sony Music sieht die Krise der Musikindustrie überwunden

Sony Music sieht die Krise der Musikindustrie überwunden

Berlin (dapd). Sony Music sieht trotz Raubkopien im Internet die Krise der Musikindustrie überwunden. "Ich bin mir sicher, dass wir in ein bis drei Jahren wieder in einem Wachstumsmarkt sind", sagte Edgar Berger, Chef von Sony Musik International, der Zeitung "Die Welt". Er habe noch nie einen solchen Optimismus und eine solche Aufbruchstimmung in der Branche gespürt, wie es jetzt gerade der Fall sei, sagte der Musikmanager.

Tatsächlich waren die Umsätze der Branche im vergangenen Jahr nur noch um drei Prozent zurückgegangen. "Etliche Märkte sind sogar wieder gewachsen, darunter auch der weltweit größte Markt in den USA", sagte Berger. Deutschland, immerhin der drittgrößte Musikmarkt der Welt, sei zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder stabil. In den vergangenen zehn Jahren hat die Industrie rund die Hälfte ihres Marktvolumens verloren. Neues Wachstum mache vor allem das Internet möglich, sagte Berger.

dapd

Deutsche Bahn wirbt verstärkt ehemalige Zeitsoldaten an

Deutsche Bahn wirbt verstärkt ehemalige Zeitsoldaten an

Bielefeld (dapd). Die Deutsche Bahn will offene Stellen verstärkt mit ehemaligen Zeitsoldaten besetzen. Dazu wolle das Unternehmen ihre Kooperation mit Baden-Württemberg und Bayern auf alle Bundesländer ausweiten, sagte eine Bahnsprecherin dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Donnerstagausgabe). In beiden Ländern seien bislang 36 Arbeitsverträge mit früheren Zeitsoldaten geschlossen worden. Das Unternehmen wolle jährlich bis zu 7.000 Mitarbeiter einstellen oder ausbilden.

Bei diesem Konzept arbeiteten die DB Netz AG und das Berufsförderungswerk der Bundeswehr (BFD) zusammen. Das BFD hilft ausscheidenden Soldaten bei der Rückkehr ins zivile Berufsleben. Die Zeitsoldaten erhielten eine berufliche Perspektive und die Bahn qualifizierte Fachkräfte. Im Zuge der Bundeswehrreform wollen sich die Streitkräfte bis 2017 von mehr als 6.200 Zeitsoldaten trennen.

dapd

Kremer wird neuer Telekom-Vorstand

Kremer wird neuer Telekom-Vorstand

Bonn (dapd). Der Jurist Thomas Kremer wird neuer Vorstand bei der Deutschen Telekom. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Bonn mitteilte, berief der Aufsichtsrat den ehemaligen Leiter der Rechtsabteilung von ThyssenKrupp zum neuen Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance. Der 53-Jährige trete sein neues Amt am 1. Juni an und folge damit auf Manfred Balz.

dapd

IG Metall und Zeitarbeitslobby vertagen Gespräche

IG Metall und Zeitarbeitslobby vertagen Gespräche

Düsseldorf (dapd). Die ersten Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und Verbänden von Zeitarbeitsunternehmen ist am Mittwoch vertagt worden. Die Gewerkschaft fordert einen fairen Lohn für Leiharbeiter. Sie verhandelte in Düsseldorf mit dem Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ).

"Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht", sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall. Die Verhandlungen sollen am 20. März fortgesetzt werden.

dapd